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19. August
2010
Zisternen werden
nun dreifach subventioniert, Wichtigeres bleibt auf der
Strecke
In der vergangenen Ausgabe
der Ober-Mörler Nachrichten konnte man lesen, dass die
Gemeinde nun den Bau von Regenwasserzisternen finanziell
bis zu einem Betrag von 200 € fördert. Zisternen sind
eine sinnvolle Anschaffung. Trinkwasser wird gespart und
zugleich spart man durch eine Zisterne auch Wasser- und
Abwasserkosten. Genau dies sind die Gründe, warum sich
immer mehr Bürger dafür entscheiden, eine Zisterne zu
bauen. Durch den künftigen Zuschuss der Gemeinde wird
jedoch keine einzige Zisterne in Ober-Mörlen mehr
gebaut. Anreiz für die Entscheidung zum Bau bleibt die
Ersparnis von Wasser- und Abwasserkosten, nicht der
einmalige Zuschuss der Gemeinde. Die CDU hat daher den
SPD-Antrag, der mit den Stimmen von FWG und Grünen vor
den Sommerferien beschlossen wurde, in der
Gemeindevertretung abgelehnt. Eine dreifache
Subventionierung für eine einzige Maßnahme ist aus Sicht
der CDU fehlgeleitet und Steuergeldverschwendung.
Die
Maßnahme ist erst recht nicht nachvollziehbar, weil vor
einiger Zeit der Windelzuschuss für Familien und für
Bedürftige aus medizinischen Gründen von denselben drei
Parteien erst abgeschafft und dann nur für Hartz
IV-Empfänger wieder eingeführt wurde. Die Argumentation
damals: Subventionen abbauen, Haushalt bereinigen. Die
Argumentation von SPD, FWG und Grünen ist aus Sicht der
CDU widersprüchlich. Einerseits spart man bei der
Familienförderung aus haushalterischen Gründen,
andererseits schafft man neue Subventionen in Bereichen,
die längst ausreichend vom Staat gefördert werden
(Zisternen).
Auch
eine ausführliche Vorlage des Bürgermeisters, ein
Gutachten für die künftige Nutzung der Bunkeranlagen im
ehemaligen Militärgebiet „Adlerhorst“ im Sinne
erneuerbarer Energien einzuholen, wurde von SPD, FWG und
Grünen vorerst blockiert. Die Gemeinde hätte von diesem
Gutachten, das vom Hessischen Wirtschaftsministerium
gefördert wird, lediglich ein Viertel der Kosten tragen
müssen (5.000 €). Durch die Überweisung in den Ausschuss
und den damit verbundenen Zeitverzug besteht die Gefahr,
dass die Fördergelder nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Investition in das Gutachten ist auch sinnvoll, weil
damit der unselige Beschluss von SPD, FWG und Grünen vom
Tisch wäre, die Bunker in Ziegenberg aus
Steuerzahlerkosten abzureißen.
Die
CDU setzt sich - auch in Abgrenzung zu anderen Parteien
- vehement für Investitionen in die Zukunft ein (z. B.
Nutzungskonzept für Bunkeranlagen) und lehnt zugleich
fehlgeleitete Subventionen entschieden ab (z. B.
dreifache Subventionierung für Zisternenbau).
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30. Juli
2010
Betriebsbesichtigung bei der Firma Grimmel
Abwassertechnik GmbH
Gemeinsam mit der CDU-Fraktion und dem Ober-Mörler
CDU-Vorsitzenden Josef Freundl, besuchte
Bundestagsabgeordnete Lucia Puttrich die Firma Werkstoff
und Funktion Grimmel Wassertechnik GmbH im
Gewerbegebiet, um sich vor Ort ein Bild über das
Tätigkeitsfeld des Abwasserspezialisten zu machen.
Werkstoff und Funktion wurde 1993 von Walter Grimmel
gegründet. „Ich habe „Unternehmer“ von der Pike auf
gelernt. Will sagen: Lehre als Stahlbauschlosser bei der
Maschinenfabrik Wilhelm Reuss in Friedberg in den 50er
Jahren und parallel dazu Weiterbildung zum „Technischer
Zeichner“ in der Fernakademie Darmstadt“, so Senior-Chef
Walter Grimmel. Nach beruflicher Station und
Ingenieurausbildung bei einem Ingenieurbüro für
petrochemische Anlagen fühlte sich Grimmel „fit für das
Wagnis Unternehmer“. Die Firma W. Grimmel Industriebau
GmbH wurde gegründet, die sich ab 1970 IBO, W. Grimmel
Abwassertechnik GmbH nannte. 1992 wurde die IBO GmbH an
die englische Biwater verkauft. Ein Jahr später gründete
Walter Grimmel die Firma Werkstoff und Funktion, W+F
Grimmel Wassertechnik GmbH, die sich auf
Komponentenfertigung für die Klärtechnik spezialisierte.
Mittlerweile leitet Sohn Olaf Grimmel als
Geschäftsführer das Familienunternehmen.
Zur Zeit sind 33 Mitarbeiter bei W+F beschäftigt, von
denen circa die Hälfte aus Ober-Mörlen kommt. 15 Prozent
der Mitarbeiter sind Auszubildende. „Wir legen viel Wert
auf die Ausbildung junger Menschen, um fachlich hoch
qualifizierte Arbeiter für unser Unternehmen
auszubilden“, so Geschäftsführer Olaf Grimmel.
Im Bereich von Forschung und Entwicklung ist W+F gut
aufgestellt. Olaf Grimmelerläuterte den anwesenden
Politikern, dass das Unternehmen bei der Europäischen
Kommission im Programm EU Life 2006 erfolgreich zusammen
mit der FH Gießen-Friedberg und der Betriebs- und
Sanierungsgesellschaft für kommunale Dienstleistungen
mbH, Mintraching, teilgenommen hat. „Wir haben ebenfalls
ein Hessenagentur-Projekt zur Gewinnung von Treibstoffen
aus Tierfett und Pflanzenölen durchgeführt“, so Olaf
Grimmel. Ebenfalls konnte W+F ein DBU-Projekt zur
Umwandlung von Klärschlamm und Rückständen
nachwachsender Rohstoffe wie z.B. Rapspresskuchen oder
Tiermehl in Kohlenwasserstoffe unter Phosphatrecycling
zusammen mit dem Abwasserzweckverband Füssen und der FH
Gießen-Friedberg, erfolgreich realisiert werden.
Auf Nachfrage von Bundestagsabgeordnete Lucia Puttrich
erläuterte Olaf Grimmel, für W+F seien die Probleme und
Anregungen ihrer Kunden die primären Ideengeber. Aus
diesen Problemstellungen ergeben sich Ideen, die zu
experimentellen Voruntersuchungen in Hochschullabors und
Forschungseinrichtungen und manchmal zu gemeinsamen
Forschungsanträgen führen. „Es sind die persönlichen,
fachlichen Begegnungen mit Kunden, Fachvertretern und
Hochschulen, die uns primär weiterbringen. Kurz: Wir
leben von den Problemen unserer Kunden und unseren
pfiffigen technischen Ideen zur Problembehebung“, so
Geschäftsführer Olaf Grimmel weiter.
CDU-Bundestagsabgeordnete Lucia Puttrich zeigte sich
beeindruckt von der Innovationsfähigkeit des Ober-Mörler
Unternehmens. Sie bedankte sich bei Seniorchef Walter
Grimmel und Geschäftsführer Olaf Grimmel für die
Betriebsbesichtigung und die interessanten Erläuterungen
zu den Betriebsprozessen. „Ich freue mich für sie, dass
es ihnen gelungen ist, die Unternehmensnachfolge
erfolgreich zu regeln“, so Lucia Puttrich. Schließlich
seien es gerade die mittelständischen Unternehmen in
Deutschland, die das Gros der Arbeitsplätze sicherten
und maßgeblich technische Neuentwicklungen mit ihrer
Innovationskraft voran bringen. „Die Wetterau ist mehr
als Landwirtschaft, Tourismus und schöne Landschaft. Sie
ist Hightech-Standort und Innovationsmotor“, so Lucia
Puttrich abschließend.
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Bild: Lucia Puttrich
besucht mit der CDU-Fraktion die Firma Grimmel
Wassertechnik GmbH im Industriegebiet
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11. Juni
2010
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurde
unter anderem ein Antrag der SPD-Fraktion beraten, der
zum Ziel hat, Hintergasse, Teile der Sandgasse sowie die
Pfarrgasse zur Einbahnstraße zu erklären. Anders als in
der Wetterauer Zeitung berichtet, sprach sich die
CDU-Fraktion nicht prinzipiell gegen diesen Antrag aus.
Aufgrund der Enge aller genannten Straßen könnte eine
Einbahnstraßenregelung durchaus angemessen sein. Als
Ursache für die Verkehrsproblematik (größere Fahrzeuge
wie Rettungsfahrzeuge, oftmals aber selbst PKW) können
wegen ordnungswidrig geparkter Fahrzeuge, die die
Straßen blockieren, nicht mehr durchfahren. In einer
Unterschriftenaktion hat sich wohl ein Großteil der
Anwohner für eine Einbahnstraßenregelung ausgesprochen.
Folgenden Standpunkt vertritt die CDU-Fraktion:
1. Die Anwohner haben es selbst in der Hand! In den
genannten Straßen parken zum allergrößten Teil die
Anwohner selbst.
2. Die Straßenverkehrsordnung regelt die
Parkmöglichkeiten eindeutig – auch ohne flächendeckende
Beschilderung. Was fehlt, ist die Durchsetzung von
Gesetzen. Ober-Mörlen gehört seit einem Jahr dem
Ordnungsamtsbezirk an. Die CDU-Fraktion fordert, dass
umgehend diese Einrichtung genutzt wird, um die
Einhaltung der Straßenverkehrsordnung zur erzwingen, und
zwar nicht nur tagsüber, sondern abends und am
Wochenende! Nicht nur dort, auch an vielen anderen
Stellen wird in verkehrsgefährdender Art und Weise
geparkt. Warum werden Fahrzeuge, die Rettungsfahrzeuge
behindern oder die teils bis an die Hauswand parken und
so Fußgänger zwingen, auf die Bundesstraße auszuweichen,
nicht rigoros abgeschleppt? Die gesetzlichen
Bestimmungen hierzu existieren!
3. Die Problematik existiert nicht nur in den im
SPD-Antrag aufgeführten Straßen, sondern in weiteren
Straßen. Die CDU-Fraktion fordert deshalb erneut die
Ausarbeitung eines Verkehrs- und Parkkonzeptes für
Ober-Mörlen. Der Gemeindevorstand und vor allem der
Bürgermeister als Ortspolizeibehörde sind hier in der
Pflicht. Nichtstun kann im Extremfall -wenn Feuerwehr
und Notarzt nicht an ihr Ziel gelangen- Menschenleben
gefährden!
Aus den genannten Gründen befürwortete die CDU-Fraktion
eine weitergehende Beratung des Antrags im Bauausschuss.
In einem Antrag des Gemeindevorstandes, der wohl auf
Initiative des Seniorenbeirats zustande gekommen ist,
sollte die Gemeindevertretung über eine Änderung der
Geschäftsordnung des Seniorenbeirats abstimmen. Dem
Seniorenbeirat wären nach diesem Antrag weitreichende
Befugnisse zugestattet worden, die tief in die Rechte
der Gemeindevertretung eingreifen bis hin zur Urwahl des
Seniorenbeirats. Hintergrund ist, dass der
Seniorenbeirat zu Recht unzufrieden ist mit der
Kooperation des Gemeindevorstandes. In der Vergangenheit
wurden dem Beirat zu wenige Mitspracherechte durch den
Gemeindevorstand eingeräumt. Bei den Planungen von
Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern und
Seniorenausflügen wurde der Seniorenbeirat übergangen
und ignoriert. Die CDU-Fraktion sieht den
Gemeindevorstand in der Pflicht. Eine moderate Änderung
der Geschäftsordnung des Seniorenbeirats in bestimmten
Punkten, könnte seine Einbeziehung bei Fragestellungen,
die ältere Mitbürgerinnen und Mitbürgern betreffen,
verbessern. Der vorgelegte Entwurf allerdings schoss
deutlich über das Ziel hinaus. Die CDU-Fraktion würde
diese Thematik gerne in den Ausschüssen vertiefen. Einem
entsprechenden Antrag stimmte die Gemeindevertretung zu.
Ihre CDU-Fraktion Ober-Mörlen
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2. Juni
2010
MdB Lucia
Puttrich bei Antrittsbesuch in
Ober-Mörlen
Die Wetterauer Bundestagsabgeordnete
Lucia Puttrich stattete Anfang der
Woche Ober-Mörlens Bürgermeister
Siegbert Steffens ihren
Antrittsbesuch ab. Im Fokus des
Gesprächs standen wichtige
Infrastrukturprojekte wie die
Planung der B 275a oder die
Entwicklung des Konversionsgebiets
auf dem Areal des ehemaligen
Munitionsdepots in
Langenhain-Ziegenberg.
Bürgermeister Steffens betonte die
Notwendigkeit der Ortsumgehung für
die Gemeinde. Gutachten hätten
ergeben, dass täglich bis zu 10.000
Autos durch die Ortslage fahren
würden, was zu enormen Belastungen
der Bevölkerung führe und die
Entwicklung der Innenstadt
beeinträchtige. Die Ortsumgehung sei
zudem von zentraler Bedeutung für
die weitere wirtschaftliche
Entwicklung Ober-Mörlens. Die
Gemeinde plant in Autobahnnähe neue
Gewerbeflächen auszuweisen, um
Unternehmen die Ansiedlung zu
ermöglichen und neue Arbeitsplätze
in der Region zu schaffen.
"Schließlich liegt Ober-Mörlen
verkehrsgünstig im Ballungsraum
Rhein-Main und verfügt über einen
eigenen Autobahnanschluss. Diese
gute Ausgangslage müssen wir
nutzen", so Bürgermeister Steffens.
Lucia Puttrich versicherte, sich für
die Ortsumgehung einzusetzen, sobald
sich die örtlichen Gremien über
einen entsprechenden Trassenverlauf
geeinigt hätten. „Dann liegt
allerdings noch ein hartes Stück
Arbeit vor uns“, betont die
Bundestagsabgeordnete. Schließlich
müsse die Baumaßnahme in den
vordringlichen Bedarf des
Verkehrswegeplans aufgenommen werden
und die Finanzierung geregelt
werden.
Des Weiteren sprachen die beiden
Politiker über die Konversionsfläche
auf dem Gelände des ehemaligen
Militär-Depots in
Langenhain-Ziegenberg. Nach den
Vorstellungen von Bürgermeister
Steffens soll auf dem Gelände ein
Erneuerbarer-Energie-Park mit
Photovoltaikanlagen, Windrädern und
Holzpellet-Lagern entstehen.
Gemeinsam mit der Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben (BImA), dem
hessischen Wirtschaftsministerium
möchte Bürgermeister Steffens eine
entsprechende Machbarkeitsstudie in
Auftrag geben. „Wir müssen eine
sinnvolle Nutzungsmöglichkeit für
das Areal entwickeln, und im Bereich
der erneuerbaren Energien liegen
große Zukunftspotentiale“, zeigte
sich Steffens zufrieden über das
Nutzungskonzept.
Am Ende des Gesprächs führte
Bürgermeister Steffens die
Bundestagsabgeordnete noch durch den
Ober-Mörler Ortskern, um ihr den neu
gestalteten Kirchplatz, das im Bau
befindliche Ärztehaus und zum
Abschluss die Sanierungs- und
Umbaumaßnahmen am Schloss
vorzustellen. „Was sich hier in den
letzten zwei Jahren getan hat ist
wirklich erfreulich“, so Puttrich.
Durch die umfangreichen Baumaßnahmen
erhalte Ober-Mörlen eine attraktive
Ortsmitte, die zum verweilen einlade
und gleichzeitig die Attraktivität
steigere.
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Bürgermeister Siegbert
Steffens erläutert
Bundestagsabgeordneter Lucia
Puttrich die Umbaumaßnahmen
am Ober-Mörler Schloss.
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